DIE HEILIGTÜMER DER RESSOURCENKNAPPHEIT

Wie schaffe ich es, die kontinuierlich wachsende Komplexität von technologischen Entwicklungen, organisatorischen Veränderungen sowie wechselnden Marktbedingungen in meiner SAP-Landschaft zu meistern? Wie kann man das Unmögliche möglich machen, scheinbar unüberwindbare Ressourcenlücken und Skill-Gaps zu schließen?

Im Paralleluniversum von Harry Potter, erdacht von einer zeitgenössischen britischen Autorin, dreht sich ebenfalls alles um die Unmöglichkeit anstehender Veränderungen. Unwissende Schüler müssen sich Aufgaben stellen, für die sie – zumindest zu Beginn – weder geeignet noch vorbereitet sind. Und doch nehmen sie die Herausforderung an und meistern am Ende all das. Für manchen IT-Manager, Berater oder Fachabteilungsmitarbeiter mag es sich ähnlich anfühlen, auch wenn die drohende Veränderung durchaus einen Namen trägt, den man aussprechen darf – Digitalisierung.

Die besondere Aufgabenstellung der disruptiven Veränderung trifft jede Organisation und jedes Unternehmen weltweit, und geht weit über das Meistern des richtigen Zaubers oder die Ablösung von verstaubten Fax-Geräten hinaus. Für Anwendungen in einer SAP-Landschaft stellt beispielsweise der Übergang zur Cloud, ganz konkret zu SAP S/4HANA, einen leistungsstarken Motor der Digitalisierung dar. Aber genau hier ist guter Rat, leider manchmal auch wortwörtlich, teuer. Denn wie kann ich die Knappheit an Zeit, Wissen und Erfahrung in komplexen SAP-Projekten wettmachen bzw. sogar noch davon profitieren?

Um diese Frage zu beantworten, greifen wir tief in die Trickkiste unserer eingangs aufgeworfenen Analogie und suchen die Artefakte, die uns aus dieser Notlage retten können – die Heiligtümer der Ressourcenknappheit:

– Der Stein der Innovation,

– der Mantel der Einsicht und

– der Zauberstab der Errungenschaft.

Doch um diese zu finden, müssen wir erst einmal einen Blick auf die Welt werfen, in der wir uns bewegen.

1.1 AUF DER GROSSEN TREPPE DES DYNAMISCHEN IT MARKTS

Visualisiert man die Arbeit von IT-Abteilungen als das Besteigen einer sehr langen Treppe, deren Stufen den Entwicklungsschritten entsprechen, welche die Organisation meistern muss, dann ist dies eine starke Vereinfachung der Realität. Denn die verhält sich eher wie ein Treppenhaus im sagenhaften Hogwarts, mit unvorhersehbaren Bewegungen und Drehungen, und stetig neuen Konstellationen im labyrinthischen Gewölbe. Dabei will man doch eigentlich nur ins nächste Stockwerk, respektive auf die nächste SAP-Version. Vielleicht noch in ein oder zwei weitere darüber. Sicherlich hilft hier ein gewisses Maß an Erfahrung, Vorbereitung und eventuell auch die ein oder andere Zauberkarte mit Insiderinformationen. Doch die sind in der realen Welt der Unternehmens-IT eher selten. Diese müssen die kontinuierlichen Bemühungen moderner IT-Abteilungen mit Innovationen, Marktveränderungen, organisatorischem Wachstum und komplexen Herausforderungen aus eigener Kraft meistern. Das hierfür benötigte Wissen steht jedoch nur eingeschränkt zur Verfügung – der Jobmarkt für versatile SAP-Experten ist eher dünn und junge Absolventen haben sicherlich die Motivation und auch die Verfügbarkeit, doch es mangelt ihnen zumindest anfangs an der nötigen Erfahrung. IT-Teams jonglieren mit sich wiederholenden Mustern von Aufstieg und Fall, wenn sie versuchen, technologische Fortschritte zu integrieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass die organisatorischen Strukturen stabil bleiben. In einer Welt, in der digitale Transformation und technologischer Fortschritt rasante Geschwindigkeiten erreichen, werden Unternehmen vermehrt mit dieser Herausforderung konfrontiert. Der heutige Arbeitsmarkt ist geprägt von einem regelrechten Wettkampf um qualifizierte Fachkräfte. Die steigende Nachfrage nach Experten in den Bereichen KI, Datenanalyse, Cloud-Computing und anderen Schlüsseltechnologien führt dazu, dass Unternehmen um die begrenzte Anzahl an verfügbaren Talenten konkurrieren. Die Folge ist eine Knappheit an Personalressourcen, die die Innovationsfähigkeit und damit die Wachstumsmöglichkeiten von Unternehmen stark einschränken kann.

1.2 DER STEIN DER INNOVATION: UNMÖGLICHES MÖGLICH MACHEN MIT
MASCHINELLEM WISSEN

Zunächst gilt es, ein grundlegendes Missverständnis aufzulösen. Transformation und Digitalisierung sind keine Zielsetzung und auch kein Problem, sondern im Grunde die Lösung. Umso mehr, wenn man sich im Bereich von Standardsoftware bewegt, die aus dem sagenumwobenen Walldorf stammt. Natürlich benötigt man entsprechende Ressourcen und Know-how, nicht nur von den eigenen Prozessen, sondern auch vom Leistungsumfang der gewünschten Lösungen. Doch vielleicht sehen die auch anders aus, als mancher denkt.

Denn mit Digitalisierung und stetig wachsenden Innovationen ergeben sich auch völlig neue Möglichkeiten. Was, wenn ich für die Planung meiner zukünftigen SAP-Landschaft überhaupt keinen menschlichen Experten mehr brauche? Oder wenn sich dieser in zeitraubenden Aufgabenstellungen weitgehend Entlastung verschaffen kann durch intelligente und wissensbasierte Anwendungen?

Sowohl für das Ziel meiner Digitalisierungsbestrebungen als auch den hierfür eingeschlagenen Weg können Innovationen ein echter Booster sein. Insbesondere dann, wenn sie helfen, ansonsten service-lastige Analysen und Arbeitsschritte nicht nur zu reduzieren, sondern vor allem auch qualitativ anzureichern. Wenn beispielsweise mein Ziel ist, im Rahmen meiner betriebswirtschaftlichen Prozesse künstliche Intelligenz und wissensbasierte Expertensysteme einzusetzen, warum sollte ich sie dann nicht auch dem Weg dorthin verwenden?

1.3 DER MANTEL DER ERFAHRUNGSQUALITÄT: WENN DER DEUS EX MACHINA MAL KEINE ZEIT HAT

Natürlich braucht es zur Hebung eines Innovationsschatzes einiges an Fachwissen. Umso mehr, weil zumeist nicht nur die gewünschten Features der Cloudsoftware nicht ganz klar sind, sondern leider auch viel zu oft die bisher genutzten eigenen Prozesse und Fähigkeiten. Da käme ein Retter in der Not wie gerufen, aber nur, wenn er diese Rufe auch hört und nicht gerade woanders die Welt rettet. Im Falle des Falles muss man dann eben selbst ran. Um dies möglich zu machen, bedarf es eines umfassenden Ansatzes, der den verschiedensten Herausforderungen gerecht werden muss und der die anstehenden Prüfungen in den Bereich des realistisch Machbaren bringt:

// Wissenstransfer:

Die interne Weitergabe von Wissen und Fachkenntnissen ist von entscheidender Bedeutung. Unternehmen sollten Mechanismen schaffen, um Expertise innerhalb der Belegschaft zu teilen und aufzubauen.

// Transparenz:

Eine klare Kommunikation der Unternehmensziele, Prioritäten und Ressourcenallokation schafft ein gemeinsames Verständnis und ermöglicht es den Mitarbeitern, effektiver zu arbeiten.

// Standardisierung und Simplification:

Die Standardisierung von Prozessen sowie die Vereinfachung von Abläufen helfen, die Komplexität zu reduzieren und die Effi zienz zu steigern.

// Kostensenkung:

Durch die Identifizierung von Kostentreibern und die Nutzung kosteneffizienter Technologien können finanzielle Ressourcen geschont werden.

// Enablement:

Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter, die Bereitstellung geeigneter Werkzeuge und Ressourcen sowie die Förderung einer lernenden Unternehmenskultur sind unerlässlich.

Eine weitere Antwort auf die Frage nach der Knappheitsbewältigung von Ressourcen ist es, sich das benötigte Fachwissen gerade in strategischen Umfeldern selbst aufzubauen. Dabei kann der genannte Ansatz – die Nutzung von wissensbasierten Lösungen – nicht nur helfen, sondern eine Schlüsselentwicklung einleiten, die weit über die üblichen Weiterbildungsmaßnahmen und Schulungen hinausgeht. Der Know-How-Transfer erfolgt damit direkt am Arbeitsplatz und bringt nicht nur den Mitarbeiter, sondern auch die anstehenden Projektaufgaben weiter. Diese Synergie verschafft dem Unternehmen zudem einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, denn das Fachwissen steht darüber hinaus bei wiederkehrenden und neuen Innovationsaufgaben sowie -entscheidungen zur Verfügung und kann die strategische Ausrichtung völlig verändern. Damit wird die Suche nach externen Fachleuten zu einer nachhaltigen internen Lösung.

1.4 DER ZAUBERSTAB DER ERRUNGENSCHAFT:
FÄHIG SEIN ZU REAGIEREN UND
AGIEREN

Sicherlich ist dieser Weg der Nutzung maschineller Ressourcen und des Aufbaus interner Fachleute nicht trivial. Denn es müssen Entscheidungen getroffen werden, um diese Möglichkeiten umzusetzen und die richtigen Lösungen zu finden. Angesichts der aktuellen Marktentwicklungen stellt dies jedoch eine wichtige, wenn nicht sogar erfolgversprechende Alternative dar. Denn die erfolgreiche Überwindung der Ressourcenknappheit bietet nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- bis langfristig zahlreiche Vorteile:

// Innovationsfähigkeit:

Unternehmen können schneller auf Veränderungen reagieren und innovative Lösungen entwickeln.

// Wettbewerbsfähigkeit:

Effiziente Ressourcennutzung ermöglicht es, Kosten zu senken und wettbewerbsfähiger zu werden.

// Agilität:

Die Fähigkeit, sich flexibel anzupassen, wird gestärkt, was in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld von entscheidender Bedeutung ist.

// Nachhaltigkeit:

Durch Ressourceneffizienz können Unternehmen nachhaltiger wirtschaften und ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren.

Die scheinbare Unmöglichkeit, Ressourcenknappheit zu überwinden, kann also durch eine Kombination von Strategien und Technologien bewältigt werden. Unternehmen, die sich dem Innovationsdruck erfolgreich stellen und dabei kreativ mit begrenzten Ressourcen umgehen, haben die Chance, die Zukunft zu gestalten und die Grenzen des Möglichen zu erweitern. Die Umwandlung der Unmöglichkeit in eine Gelegenheit erfordert Mut, Entschlossenheit und die Bereitschaft, etablierte Denkmuster zu hinterfragen. Dann ist es auch kein Problem, den richtigen Weg in einem labyrinthischen Treppenhaus mit scheinbar erratischen Eigenbewegungen zu fi nden.

1.5 „ES HEISST LEVIOSA, NICHT
LEVIOSAAA“

Nach all den Ausführungen über Zaubersprüche und Heiligtümer wird es abschließend Zeit, etwas konkreter zu werden. In Analogie zu der Ausübung der Zauberkunst bedarf es für die Umsetzung von innovativen Digitalisierungsprojekten konkreter Arbeitsprozesse, deren Effektivität auf den Punkt gebracht werden muss. Genau hier setzen wir an. Erfahrene Berater haben zu wenig Zeit, alle Projekte und ihre Aufgaben zu bewältigen, oder dazu ihr Wissen und ihre Erfahrung mit ihren jüngeren Kollegen zu teilen. Doch die Projekte werden immer komplexer und mit dem zunehmenden Innovationsgrad deutlich ressourcenintensiver. Hier hilft der schnelle und gewinnbringende Einsatz von zielgerichteten Analysen, ohne großes Invest, ohne Lizenzverpflichtungen und ohne lange Einlernphasen. Intelligente und zielorientierte Werkzeuge bringen Sie nach vorn und führen Ihnen Ihr Unternehmen vor Augen wie aus magischer Hand. Aber nur, wenn diese das nötige aktuelle Fachwissen enthalten und zur Anwendung bringen, inklusive konkreter Vorschläge und Handlungsanweisungen.

Dazu nutzen wir, die IBIS Prof. Thome AG, innovative Analysetechniken und transparente, leicht verständliche Datenvisualisierungen. Damit unterstützen wir Geschäftsführer und Prozessverantwortliche dabei, die Nutzung ihrer SAP-Systeme, der konfigurierten und gelebten Prozesse von Metaebene bis Detailtiefe zu verstehen.

Wir erzeugen aus Daten echten Mehrwert und öffnen Augen für das bisher nicht Sichtbare. Ganz ohne Magie.

Ein Artikel von:
Dr. Volker Bätz
Principial, IBIS Prof. Thome AG